Ingeborg von Bronsart, geborene Stark (1840-1913), wurde als Kind einer deutschen Familie mit schwedischen Wurzeln in St. Petersburg geboren. Schon mit acht Jahren zeigte sich ihr kompositorisches Talent. Nach anfänglichen Studien in ihrer Geburtstadt setzte sie ihre Ausbildung bei Franz Liszt in Weimar fort, der sowohl ihre kompositorischen als auch pianistischen Fähigkeiten schätzte. Ab 1858 bestritt Ingeborg von Bronsart zahlreiche Konzertreisen als Klaviervirtuosin, auf denen sie von ihrem Ehemann Hans Bronsart von Schellendorf begleitet wurde. Da dieser ab 1867 als Intendant am Hannoveraner und Weimarer Theater vielen Verpflichtungen nachzugehen hatte, sah sich Ingeborg von Bronsart gezwungen, ihre Konzerttätigkeit aufzugeben. Daraufhin widmete sie sich vornehmlich dem Komponieren, wobei sie bis auf Sinfonie und Oratorium alle wichtigen Gattungen der Zeit bediente, jedoch vor allem Kunstlieder schrieb. Besonders in den Klavierwerken und Kunstliedern ist dabei der Einfluss ihres Lehrers Liszt deutlich zu spüren, wohingegen ihre späten Opern Wagner als Vorbild erkennen lassen. Auch in ihren Werken spiegelt sich das dem romantischen Zeitgeist verhafteten Interesse an Volksmusik wider, welche sie in einige ihrer Werke integriert. Vor allem die  Stimmführung in ihren Vokalwerken verweist auf die späteren Kompositionen Richard Strauss’, wobei bis heute rund 30 ihrer Lied-Kompositionen nicht ediert sind.

Lieder im Wettbewerbsrepertoire: Abendlied op. 16/1, Zwei Sträuße op. 16/3

 

Nach der Statistik folgen nun ein paar Nähere Informationen zu den Komponistinnen, denen man in diesem Jahr in unserem Wettbewerb begegnen kann. In den folgenden Tagen veröffnetlichen wir also einige Kurzproträts, die unsere Wettbewerbsmitarbeiterin Hanna Knözele verfasst hat. Wir beginnen mit der Amerikanerin Amy Beach:

Amy Beach (1867- 1944) war die erste Amerikanerin, die sich als Frau in der von Männern dominierten Welt der Komposition einen Namen erkämpft hat. 1867 wurde Amy Marcy Cheney in New Hampshire als Tochter eines Papierfabrikanten geboren und galt schon von frühester Kindheit an als Wunderkind. So soll sie bereits im Alter von nur einem Jahr imstande gewesen sein, 40 Melodien in derselben Tonart zu singen, und als Dreijährige konnte sie einen vierstimmigen Choral auf dem Klavier nachspielen. Nachdem sie ihren ersten Klavierunterricht mit sechs Jahren von ihrer Mutter, einer Amateur-Pianistin und -Sängerin, erhalten hatte, spielte sie nach nur einem Jahr bereits Werke von Händel, Beethoven, Chopin sowie eigene Kompositionen. 1883 debütierte Amy Beach mit Fryderyk Chopins Rondo in E und Ignaz Moscheles Konzert in g-Moll in Boston, wo sie eineinhalb Jahre später erstmals mit dem Boston Symphony Orchestra Chopins Klavierkonzert in f-Moll unter Wilhelm Gericke spielte. Im selben Jahr heiratete sie den Physiker Henry H. A. Beach, der an der Harvard University Dozent war. Auf Wunsch ihres Ehemannes, der selbst Amateur-Sänger war, reduzierte Amy Beach nach der Hochzeit ihre Konzerttätigkeit stark und widmete sich vornehmlich dem Komponieren. Da sich ihre bisher nur einjährige Ausbildung in diesem Gebiet auf Unterweisungen im Kontrapunkt beschränkte, erarbeitete sie sich im Laufe der folgenden zehn Jahre auf Gerickes Rat hin sämtliche zur Verfügung stehenden theoretischen Abhandlungen im Selbststudium. Die Komponistin, deren Oeuvre nahezu alle Genres bedient, lässt sich – trotz einiger Proteste aus dem patriarchalischen Lager – der Second New England School zuordnen,welche unter anderem auch George Chadwick und Horatio McDowell zu ihren Mitgliedern zählt. Wie bei Antonin Dvořák galt auch Amy Beachs großes Interesse der kompositorischen Verbindung von Volksmusik und Kunstmusik, was sich auch in ihrer Gaelic Symphony widerspiegelt, welche oftmals in Analogie zu Dvořáks 9. Sinfonie „Aus der neuen Welt“ gesehen wird. Was für eine zentrale Stellung das Lied-Schaffen im Werk der Amerikanerin innehat, wird auch anhand der prominenten Stellung innerhalb ihrer Kompositionen – ihr erstes wie letztes Opus umfassend ­–  offensichtlich. Dabei zeichnen sich ihre Kunstlieder vor allem durch die sensible musikalische Arbeit mit dem Text aus.

Lieder im Wettbewerbsrepertoire: Ah, Love, but a Day op. 44/2, I send my heart up to thee op. 44/3, Ich sagte nicht op. 51/1, Juni op. 51/3, The Year's at the Spring op. 44/1

Heute in vier Wochen ist dann auch schon wieder alles vorbei: Der Internationale Wettbewerb für Liedkunst Stuttgart 2014 findet am 28. September seinen krönenden Abschluss im Preisträgerkonzert (17 Uhr im Konzertsaal der Musikhochschule)! Das Konzert wird dieses Mal besonders festlich, denn es werden sich nicht nur die Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs präsentieren, wir verleihen auch die Hugo-Wolf-Medaille an den bedeutenden Pianisten und Liedforscher Graham Johnson. Es wird damit nicht nur der herausragende Liedpianist, sondern auch der bedeutende Forscher und Musikwissenschaftler Graham Johnson gewürdigt, der gerade ein einzigartiges, dreibändiges und mehrere tausend Seiten umfassendes Werk über das Liedschaffen von Franz Schubert herausgebracht hat: Franz Schubert - The Complete Songs. Birgid Steinberger hält die Laudatio und die Sopranistin Christiane Karg wird dem Medaillenträger einen besonderen musikalischen Gruß bringen. Karten für das Preisträgerkonzert gibt es HIER.

Heute gibt es mal wieder ein paar Zahlen zur Statistik und zwar unser Wettbewerbsrepertoire betreffend:

Insgesamt besteht das Repertoire des diesjährigen Wettbewerbs aus 825 Liedern (nach Adam Riese 33 Duos x 25 Lieder)! Das sind aber natürlich nicht alles verschiedene Lieder, da gibt es durchaus Wiederholungen (Top 10 der am häufigsten gewählten Lieder veröffentlichen wir auch noch hier im Blog). Aber immerhin kommen wir auf 400 verschiedene Lieder von 21 Komponisten im Wettbewerb (die nicht alle zu hören sein werden), als da wären:

150 x Wolf
148 x Schubert
22 x Loewe
14 x Krenek
12 x Clara Schumann
6 x Viardot
6 x Britten
5 x Martin
5 x Liebermann
5 x Beach
4 x Hensel
4 x Bräm
3 x Lutoslawski
3 x Lang
2 x von Bronsart
2 x Reimann
2 x Döhl
1 x Wüthrich
1 x Kurtág
1 x Füssl
1 x Fortner

Wie schön, dass unser Hugo Wolf die Liste anführt! Wer sich hinter den weniger bekannten Komponistennamen wie von Bronsart oder Beach verbirgt, gibt es in den nächsten Tagen hier im Blog zu lesen.

Genau heute in vier Wochen startet die erste Runde unseres diesjährigen Wettbewerbs! Bis dahin gibt es noch viel zu tun - aber die Vorbereitungen laufen gut und wir freuen uns schon sehr auf den Beginn des Wettbewerbs. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind sicherlich auch schon mitten in den Vorbereitungen auf den Wettbewerb. Wir wünschen allen dabei viel Erfolg und Freude mit der wunderbaren Musik von Franz Schubert, Hugo Wolf und vielen anderen! 

Offiziell sind wir zwar in der Sommerpause - hinter den Kulissen gehen die Vorbereitungen für den diesjährigen Wettbewerb aber natürlich weiter. So gibt es jetzt den ersten Entwurf für unsere supergroßen A0-Plakate! Ab Mitte September hängt das Plakat dann in der Stuttgarter Innenstadt, an U- und S-Bahnhöfen etc. Schickt uns Fotos, wenn ihr irgendwo ein Plakat hängen seht! Die pinke Farbe ist ja nicht zu übersehen;-)

Anfang August gibt es mal wieder ein paar Infos aus dem Wettbewerbsbüro: In gut sieben Wochen geht es los - am 22. September erwarten wir die 66 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Internationalen Wettbewerbs für Liedkunst Stuttgart 2014 zur Akkreditierung in der Stuttgarter Musikhochschule. Und für all diejenigen, die es genau wissen wollen, gibt es hier eine kleine Wettbewerbs-Statistik:

Die diesjährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer stammen aus 24 verschiendenen Nationen: aus Deutschland (22), Frankreich (5), Südkorea (5), Österreich (4), Japan (3), Großbritannien (2), Dänemark (2), Ungarn (2), Polen (2), Ukraine (2), China (2), Serbien (2), Australien (2), Armenien (1), Taiwan (1), Indien (1),  Singapur (1), USA (1), Litauen (1), Italien (1), Kroatien (1), Brasilien (1), Schweiz (1), Georgien (1) - das heißt, dass genau ein Drittel der Teilnehmer aus Deutschland kommen, 27 stammen aus Europa, 17 aus nicht europäischen Ländern.

Only seven weeks to go untill we welcome the 66 participants of the International Art Song Competition 2014 in Stuttgart: On September 22nd accreditations will start at the Musikhochschule Stuttgart. You will find an overview of the home countries of this year's participants above.   

Die Vorjury für den Internationalen Wettbewerb für Liedkunst Stuttgart 2014 ist am 3. und 4. Juli in der Lazi Akademie in Esslingen zusammengekommen und hat aus den 63 fristgerecht eingegangenen Anmeldungen 33 Duos ausgewählt, die zur ersten Wettbewerbsrunde am 23./24. September 2014 zugelassen sind. Die Entscheidung lag bei Birgid Steinberger (Vertreterin der Hauptjury), Cornelius Hauptmann (Vertreter des IHWA-Vorstands) und Marcelo Amaral (Vertreter des IHWA-Beirats). Unterstützt wurden sie von Patrick Strub, Mitglied der Wettbewerbsleitung und wie in den vergangenen Jahren Ombudsmann des Wettbewerbs. 

Die Bewerber erhalten im Laufe des Tages Nachricht, ob sie zur ersten Runde zugelassen wurden. Die Gesamtliste der zugelassenen Teilnehmer wird im Lauf der Woche auf dieser Seite veröffentlicht. 

The preliminary jury of the International Art Song Competition Stuttgart 2014 has voted: Birgid Steinberger, Cornelius Hauptmann and Marcelo Amaral chose 33 duos out of 63 to be admitted to the 1st round of the competition. The applicants will be informed within this day whether they have been admitted or not. You will soon find a complete list of the participants of the 1st round on this blog.

Die Pianistin Kerstin Mörk hat in jüngster Zeit sowohl als Solistin sowie als leidenschaftliche Kammermusikerin und Liedbegleiterin auf sich aufmerksam gemacht. In ihrer Vielseitigkeit arbeitet sie regelmäßig mit Solisten des SWRs und des Staatstheaters Stuttgart zusammen. Solistisch war sie mit dem Akademischen Kammerorchester Karlsruhe, dem Rutesheimer Kammerorchester und in zahlreichen Klavierabenden zu hören. Neben drei ersten Bundespreisen bei „Jugend Musiziert“ erhielt sie einen 1. Preis beim Kammermusikwettbewerb Bad Dürkheim, einen 2. Preis beim Bechstein-Hochschulwettbewerb für Klavier Baden Württemberg, den 2. Preis beim Lions Musikwettbewerb für Klavier in Stuttgart, den Musikpreis der Bruno-Frey-Stiftung, wurde vom Verein „Yehudi Menuhin – Live Music Now“ gefördert und war Stipendiatin der Landesstiftung Baden-Württemberg und der Gesellschaft der Freunde der Musikhochschule Stuttgart. Beim Deutschen Musikwettbewerb 2011 erspielte sie sich zusammen mit Madeleine Przybyl im Duo Viola/Klavier ein Stipendium und ist ab Herbst im Rahmen der Bundesauswahl „Konzerte junger Künstler“ in zahlreichen Konzerten in ganz Deutschland zu hören. Kerstin Mörk wurde in Heilbronn geboren und begann im Alter von fünf Jahren mit dem Klavierspiel bei ihrer Mutter. Ihre weitere Ausbildung erhielt sie zunächst bei Prof. Renate Werner, dann bei Prof. Shoshana Rudiakov und Prof. Florian Wiek und Prof. Cornelis Witthoefft an der Musikhochschule Stuttgart. Daneben ergänzte sie ihr Studium am Conservatoire nationale superieure de musique Paris bei Roger Muraro und in Montréal bei Louise Bessette. Ab Herbst 2012 wird sie in der Meisterklasse von Prof. Bernd Glemser an der Musikhochschule Würzburg ihre Studien vervollständigen.
 

Friederike Wiesner stammt aus Groß-Umstadt. Ihre solistische Ausbildung im Fach Klavier erhielt sie bei Prof. Andreas Meyer-Hermann an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. In der Weimarer Liedklasse von Prof. Karl-Peter Kammerlander legte sie ihr Konzertexamen mit Auszeichnung ab.Im Februar 2012 gewann sie beim Internationalen Liedwettbewerb Schubert und die Moderne in Graz den 1. Preis und wurde darüber hinaus mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.Im Jahr 2010 war sie Finalistin beim Internationalen Hugo-Wolf-Liedwettbewerb in Stuttgart, erhielt beim Prager Fibich-Melodramen-Wettbewerb ein Diplom und gewann gemeinsam mit dem Vokalensemble Viererlei den Förderpreis beim Mendelssohn-Bartholdy-Wettbewerb in Berlin. Friederike Wiesner hatte für drei Spielzeiten ein Gastengagement an der Oper Frankfurt und spielte 2007 beim Label GENUIN die Brahmsschen Liebeslieder-Walzer ein. Meisterkurse unter anderem bei Olaf Bär, Axel Bauni, Brigitte Fassbaender, Deborah Polaski und Christoph Prégardien gaben ihr zusätzlich Anregungen.

Die israelische Mezzosopranistin Hagar Sharvit schloss 2010 ihr Gesangsstudium an der Buchmann-Mehta School of Music in Tel Aviv ab. Sie war Preisträgerin beim Buchmann-Mehta-Gesangswettbewerb und Finalistin beim Inter­nationalen Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti in Innsbruck. Im Juni 2011 wurde die junge Sängerin ins Centre de Perfeccionamient Plácido Domingo in Valenica aufgenommen, wo sie im Palau de les Arts Reina Sofia als L’Amica in Menottis Amelia al ballo unter der Leitung von Plácido Domingo, als Cherubino (Le nozze di Figaro) unter Andrea Battistoni und als Zauberin in Purcells Dido and Aeneas in der Regie von Philipp Himmelmann zu erleben war. Im Juni 2012 kehrte sie in Cherubinis Médée unter Zubin Mehta an den Palau de les Arts zurück. Hagar Sharvits Repertoire umfasst daneben Partien wie Bastien (Bastien und Bastienne), Dorabella (Così fan tutte), Dryade (Ariadne auf Naxos) und die Titelpartie in Ravels L’Enfant et les Sortilèges. Die junge Künstlerin ist auch als Konzert- und Liedsängerin aktiv. 2011 nahm sie unter der künstlerischen Leitung von Thomas Hampson an der Liedakademie des Musikfestivals Heidelberger Frühling teil, wo sie im März 2012 auch in einer choreografischen Deutung von Schuberts Die schöne Müllerin mit dem Bundesjugendballett zu hören war. Mit dieser Produktion gastierte sie im Juni 2012 am Hamburger Ernst Deutsch Theater. Zudem konzertierte Hagar Sharvit mit den Brandenburger Symphonikern und sang im Juni 2012 die Altpartie in Händels Messias bei den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci. Im Sommer 2012 war sie Stipendiatin des Young Singers Project im Rahmen der Salzburger Festspiele teil. Darüber hinaus nahm sie an zahlreichen Meisterklassen u.a. bei Thomas Hampson, Barbara Bonney, Wolfram Rieger, Daniel Ettinger, Daniel Johanson und Mira Zakai teil.

Ammiel Bushakevitz wurde 1986 in Jerusalem, Israel geboren. Nach dem Studium an der University of Pretoria, Südafrika, studierte er zunächst Liedgestaltung an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy‘‘ Leipzig bei Prof. Phillip Moll und Prof. Hanns-Martin Schreiber und im Anschluss am Conservatoire National supérieur de musique et de danse de Paris bei Prof. Jean-Frédéric Neuburger. Als Liedbegleiter besuchte er Meisterkurse u.a. bei Dietrich Fischer-Dieskau, Thomas Hampson, Elly Ameling, Barbara Bonney, Robert Holl, Wolfgang Holzmair, Mimi Coertse und Helmut Deutsch. Ammiel Bushakevitz kann auf die erfolgreiche Teilnahme an zahlreichen Wettbewerben zurückblicken. So erhielt er u.a. 1. Preise beim Musicon Klavierwettbewerb 2004, PH Moore Musikwettbewerb 2007, Lionel Bowmann Beethovenwettbewerb 2007 sowie UNISA Musikwettbewerb 2008. Er ist darüber hinaus Stipendiat zahlreicher Einrichtungen, so u.a. des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD), des Oppenheimer Memorial Trust, der Ad Infinitum Stiftung, des Deutsch-Französischen Jugendwerks sowie des Richard-Wagner-Verband und Österreichischen Schubert Instituts. Zudem ist er Ehrenmitglied des Richard-Wagner-Verband Sudafrikas. Als Solist, Kammermusiker und Liedbegleiter konzertierte Ammiel Bushakevitz u.a. in London, Paris, New York, Wien, Rom, Jerusalem, Berlin, Dublin, Kapstadt, Barcelona und Zürich sowie bei Festivals wie dem Heidelberger Frühling Festival, dem Festival Pontino di Latina, dem Holland International Music Sessions und dem Festival d‘Automne à Paris (Frankreich). Als Musikwissenschaftler beschäftigt sich Ammiel Bushakevitz vor allem mit der Schubert- und Wagner-Forschung.

Der Bariton Andreas Beinhauer wurde 1988 in Aalen geboren. Im Januar 2007 nahm er ersten solistischen Gesangs­unterricht bei Matthias Müller in Stuttgart. Seit Oktober 2008 studiert der Bariton klassischen Gesang an der Hochschule für Musik in Karlsruhe bei Prof. Mitsuko Shirai und Liedgestaltung in der Liedklasse von Prof. Hartmut Höll und Prof. Mitsuko Shirai. Er besuchte Meisterklassen für Konzert- und Operngesang u.a. bei Roman Trekel, Hanno Müller-Brachmann, Udo Reinemann und Julia Varady. Erste Erfahrungen auf der Opernbühne sammelte Andreas Beinhauer 2010 bei einer Hochschulproduktion von Benjamin Brittens A Midsummer Night’s Dream als Demetrius in Karlsruhe. Er ist rege als Lied- und Oratoriensolist tätig, unter anderem als Solist des Rastatter Vocal­ensembles. Zu seinem Oratorienrepertoire gehören neben den Bachoratorien und der h-moll-Messe auch Beethovens Missa Solemnis, Brahms’ Deutsches Requiem, Haydns Jahreszeiten, Mendelssohns Elias. Neben mehreren hochschulinternen Preisen gewann Andreas Beinhauer gemeinsam mit seiner Liedduo-Partnerin Melania Inés Kluge im Mai 2011 den 1. Preis beim Bundeshochschulwettbewerb für Liedduo in Lübeck. Im Concours International de Chant-Piano Nadia et Lili Boulanger und dem Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerb in Zwickau erreichte er gemeinsam mit ihr das Finale. Mehrere erfolgreiche Liederabende u.a. mehrfach mit Schuberts Winterreise zeugen ebenfalls von der intensiven Zusammenarbeit des Duos. Seit Februar 2010 ist Andreas Beinhauer Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und im Jahr 2012 Stipendiat der Richard Wagner Stipendienstiftung.

Melania Inés Kluge wurde in Buenos Aires (Argentinien) geboren und siedelte 1987 mit ihrer Familie nach Deutschland über. Ihre musikalische Ausbildung begann sie zunächst 1997 mit einem Vorstudium bei Prof. Olga Rissin-Morenova an der Hochschule für Musik Karlsruhe. 2003 folgte das Studium in den Studiengängen ML (Diplom-Musiklehrer) und DKA (Künstlerische Ausbildung), ebenfalls bei Prof. Olga Rissin-Morenova. In dieser Zeit konnte sie wertvolle Bühnenerfahrungen sammeln und zahlreiche Wettbewerbserfolge erzielen. 2002 war sie Stipendiatin des Kulturfonds Baden e.V. und 2005 der deutschen Stiftung Musikleben. Besonders zu erwähnen ist der Auftritt mit Mozarts Klavierkonzert KV 414 in der Berliner Philharmonie im Jahr 2002 sowie der 1. Preis beim Internationalen Josef Dichler-Wettbewerb 2005 in Wien und der Primo Premio Assoluto beim 16. Internati­o­nalen Klavierwettbewerb »Roma 2005«. 2008 schloss sie beide Studiengänge mit Auszeichnung ab. Meisterkurse besuchte sie bei Elena Kuschnerova, Prof. Sontraud Speidel, Prof. Alexander Braginsky und Dietrich Fischer-Dieskau (Liedduo). Neben ihren solistischen und kammermusikalischen Aufgaben widmet sie sich mit besonderer Hingabe dem Lied. So studiert sie seit 2008 in der Liedklasse bei Prof. Mitsuko Shirai und Prof. Hartmut Höll. Seit der Aufnahme ihres gemeinsamen Studiums in der Liedklasse Karlsruhe arbeitet Melania Kluge eng mit Andreas Beinhauer als Liedduo zusammen. Neben Franz Schuberts Winterreise umfasst ihr Repertoire weitere einzelne Lieder von Franz Schubert, Robert Schumann, Hugo Wolf, Franz Liszt, Anton Webern und Samuel Barber sowie in den Liederkreis An die ferne Geliebte von Ludwig van Beethoven. Im letzten Jahr waren sie Finalisten beim 6. Internationalen Wettbewerb für Gesang und Klavier »Nadia und Lili Boulanger« in Paris. Beim diesjährigen 16. Internationalen Robert Schumann Wettbewerb in Zwickau erreichten sie gemeinsam das Finale und Melania Kluge wurde mit dem Sonderpreis für die beste Liedpianistin ausgezeichnet.


 

Das Gewinnerduo:

Die 25-jährige Mezzosopranistin Diana Haller war während der Saison 2009/10 Mitglied des Opernstudios der Oper Stuttgart, an der sie in der Saison 2010/11 als jüngstes Ensemblemitglied aufgenommen wurde und dort als Laura in Verdis Luisa Miller sowie als Berta in Rossinis Il barbiere di Siviglia debütierte. Im April 2011 gab sie mit der Titelpartie in Siroe, Re di Persia von Hasse ihr Debüt beim London Händel Festival und gastierte beim Rossini Festival Bad Wildbad 2011 u.a. in Il Noce di Benevento von Giuseppe Balducci, wo sie mit dem renommierten Internationalen Belcanto Preis ausgezeichnet wurde. Im Juli 2011 war sie mit der Internationalen Bachakademie Stuttgart unter Helmuth Rilling in Mozarts Requiem zu hören. An der Oper Stuttgart konnte man Diana Haller in der vergangenen Saison u.a. als Oberto in Händels Alcina, Cherubino in Mozarts Le nozze di Figaro, Erste Magd in Strauss’ Elektra und Prinz Orlowsky in Die Fledermaus erleben. Weitere Konzerte umfassen ein Bellini Recital für die Stuttgarter Oper, Dvořáks Requiem mit dem Philharmonischen Chor Köln, eine Tour mit Mozarts c-moll-Messe unter Philippe Herreweghe und Rossinis Stabat Mater mit dem WDR Sinfonieorchester Köln. In der Saison 2012/13 wird sie in Stuttgart u.a. als Ruggero in Händels Alcina, Fenena in Verdis Nabucco sowie in der Titelrolle von Rossinis La Cenerentola zu hören sein. Geboren in Rijeka/Kroatien, begann Diana Haller ihre Studien bei Prof. Margareta Togunjac in ihrer Heimatstadt und studierte von 2005 bis 2008 am Conservatorio Statale di Musica Giuseppe Tartini (Triest) in der Klasse von Prof. Gloria Scalchi. Sie absolvierte dort die Bachelor-Prüfung in der Klasse von Prof. Cinzia De Mola mit Auszeichnung cum laude. Unmittelbar danach wurde sie in die Royal Academy of Music in London aufgenommen und erhielt nach einem Jahr Studium in der Klasse von Prof. Anne Howells den Master of Arts mit Auszeichnung (DipRAM). Im Anschluss studierte sie an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart in der Solisten­klasse bei Prof. Dunja Vejzović. Diana war Stipen­diatin der Lied Akademie des Heidelberger Frühlings 2012 und hat in verschiedenen Meisterkursen mit Brigitte Fassbaender, Thomas Quasthoff, Thomas Hampson, Malcolm Martineau, Melanie Diener und Julius Drake gearbeitet.

Die Pianistin Katharina Landl wurde in Reith im Alpbachtal, Österreich, geboren und erhielt ihren ersten Klavier­unterricht im Alter von fünf Jahren. Sie begann ihr Klavierstudium am Tiroler Landeskonservatorium bei Muriel Chemin und Shao-Yin Huang. Ihr Studium setzte sie an der Musikhochschule Freiburg bei Prof. Gilead Mishory fort und war in der Liedklasse von Prof. Hans Peter Müller. Anschließend ging sie nach Berlin, wo sie bei Prof. Wolfram Rieger Liedgestaltung studierte. Wichtige Impulse erhielt sie dort auch im regelmäßigen Unterricht bei Prof. Thomas Quasthoff, Justus Zeyen, Charles Spencer, Thomas Hampson und Irwin Gage. 2004 nahm sie beim 1. Berliner Liedforum teil. Ein Jahr später gewann sie den Konzertpreis von »Juventudes Musicales de Espana«, an den sich eine Reihe von Liederabenden anschloss. Unter anderem gastierte sie bei der Schubertiade Barcelona. Liederabende  spielte sie unter anderem in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Liechtenstein, Frankreich, Spanien, Polen und Italien. Außerdem wurde sie in den »Palacio de Bellas Artes« in Mexico-City eingeladen. Sie war Stipen­diatin der Liedakademie des Heidelberger Frühlings 2012.

v.l.n.r.: Kerstin Mörk (Sonderpreis Liedpianist), Ammiel Bushakevitz/Hagar Sharvit (3. Preis), Katharina Landl/Diana Haller (1. Preis), Melania Inés Kluge/Andreas beinhauer (3. Preis), Friederike Wiesner (Sonderpreis Liedpianist)

Mit einem begeisterten Publikum und bis auf den letzten Platz besetzten Preisträgerkonzert ist der Internationale Wettbewerb für Liedkunst heute Abend zu Ende gegangen. Hier nochmals alle Preisträger auf der Bühne.

Das Preisträgerkonzert des Internationalen Wettbewerbs für Liedkunst Stuttgart 2012 am heutigen Sonntag, den 7. Oktober 2012 ist ausverkauft! Wir freuen uns über diese enorme Nachfrage und wünschen den Preisträgerinnen und Preisträgern toi, toi, toi und allen Besuchern ein schönes Konzert!

Das Urteil der Jury ist gefallen: Dies sind die Preisträgerinnen und Preisträger des Internationalen Wettbewerbs für Liedkunst Stuttgart 2012

1. Preis: Diana Haller, Mezzosopran / Katharina Landl, Klavier

3. Preis:Hagar Sharvit, Mezzosopran / Ammiel Bushakevitz, Klavier
Andreas Beinhauer, Bariton / Melania Inés Kluge, Klavier

Sonderpreis Klavierbegleiter: Kerstin Mörk und Friederike Wiesner

Die Finale Auftritte sind auf der IHWA-Website unter dem Teilnehmerbereich und auf dem IHWA-Youtube-Kanal abrufbar.

 

06. Oktober 2012

Das Finale des Internationalen Wettbewerbs für Liedkunst Stuttgart 2012 ist heute Nachmittag gegen 16:30 zu Ende gegangen. Die Jury berät zur Zeit, welche Preise sie an welches Duo vergeben möchte. In dieser Zeit werden wir keine LiveStream-Wiederholung anbieten.

Wir informieren Sie bald möglich über die Ergebnisse und werden im Laufe der Nacht im Wettbewerbs-Youtube-Kanal die Videos des Finale veröffentlichen. Die Filme werden dann auch umgehend in der "Teilnehmer 2012"-Sektion verlinkt.

The Final round is finished. The Jury is on its way to decide about the winners and prices. Videos of the Final Round will be online during the night.

Samstag, den 6. Oktober 2012

Das Finale des Internationalen Wettbewerbs für Liedkunst Stuttgart 2012 sowie das Preisträgerkonzert am morgigen Sonntag, den 7. Oktober um 17 Uhr finden im Konzertsaal der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart statt.

 

 

06.Oktober 2012

Das Programm und der Ablauf des heutigen Wettbewerbsfinale steht fest und kann hier heruntergeladen werden. Folgende Plan-Auftrittszeiten haben die Duos:

11:00 Duo 18, Diana Haller/Katharina Landl
11:30 Duo 4, Andreas Beinhauer/Melania Inés Kluge
12:15 Duo 17, Mirella Hagen/Kerstin Mörk

PAUSE

14:15 Duo 49, Hagar Sharvit/Ammiel Bushakevitz
14:45 Duo 50, I-Chiao Shih/Clemens Müller
15:30 Duo 7, Andreas Burkhart/So-Jin Michaela Kim
16:00 Duo 37, Ji-Su Park/Friederike Wiesner

Die Auftritte aus der ersten Runde können durch Click auf den jeweiligen Duonamen über den IHWA-Wettbewerbs-Youtubekanal abgerufen werden.

Der LiveStream startet gegen 11:00 MEZ. The LiveStream will start around 11:00 MEZ

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