Die Stadt in pink! In der Stuttgarter Innenstadt findet man an jeder Ecke eines unserer tollen pinken Wettbewerbsplakate! Hier gibt es ein paar Beispiele! Wir freuen uns über weitere Fotos von unseren Plakaten. Wer uns ein Foto per Mail an wettbewerb@ihwa.de schickt, kann zwei Karten für das Preisträgerkonzert am 28. September um 17 Uhr in der Musikhochschule gewinnen. Der Gewinner wird unter den eingegangenen Fotos ausgelost und schriftlich benachrichtigt (Kontaktdaten nicht vergessen!). Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.  

Aller guten Dinge sind drei und so gibt es eine Woche vor Wettbewerbsstart nochmal ein paar Infos zur Statistik:

Unter den 33 Sängerinnen und Sängern, die in der ersten Runde antreten werden finden sich:

12 Soprane, 7 Mezzosoprane, 1 Altistin, 2 Tenöre, 7 Baritone und 4 Bass-Baritone

Der älteste Teilnehmer wurde im März 1982 geboren, der jüngste im Mai 1992.

Ab dem 23. September sind sie alle - und ihre Pianistinnen und Pianisten natürlich auch - im Livestream unter www.lied-wettbewerb.de zu erleben! Wir freuen uns auf sie!

In einer Woche startet zum 9. Mal der Internationale Wettbewerb für Liedkunst Stuttgart der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie. 33 Duos treten am 23./24. September 2014 in der Musikhochschule vor die namhafte Jury unter Vorsitz von KS Brigitte Fassbaender.

 

 

Just 1 week to go till the International Art Song Conpetition Stuttgart 2014 will start. 33 duos will compete in the 1st round on September 23rd/24th.

 

Josephine Lang – Kompositionen als Tagebuch

Wie Fanny Mendelssohn erhielt auch Josephine Lang (1815-1880) ihren ersten musikalischen Unterricht von ihrer Mutter. In jungen Jahren debütierte sie bereits auf dem Klavier, erste Kompositionen entstanden 1820. Wegweisend für ihre musikalische Karriere war die Begegnung mit Felix Mendelssohn im Jahr 1830, welcher sie in Musiktheorie unterwies und empfahl das Studium in Berlin fortzusetzen – ein Vorhaben, das jedoch nicht die Zustimmung des Vaters fand. „Die hat nun die Gabe, Lieder zu komponieren, und zu singen, wie ich nie etwas gehört habe, es ist die vollkommenste musikalische Freude“- diesem anerkennenden Urteil Felix Mendelssohns pflichtete seine Schwester Fanny Hensel bei und auch Robert Schumann äußerte sich sehr wohlwollend in einer Revision ihres Lieds „Das Traumbild“ op. 28/1. Ab 1830 war die Münchnerin als Klavier- und Gesangslehrerin tätig, komponierte und sang in der Königlichen Vokalkapelle ihrer Heimatstadt. Inspiriert von der aufflammenden Liebe zu ihrem künftigen Ehemann, dem Tübinger Juristen und Dichter Christian Reinhold Köstlin, war Josephine Lang vor allem in der Zeit nach 1840 kompositorisch sehr produktiv. Dies änderte sich mit der Heirat 1842 - erst nach Köstlins Tod im  Jahr 1856 wendete sie sich wieder dem Komponieren zu. Unterstützt vom Komponisten Ferdinand Hiller, mit dem sie in Freundschaft verbunden war, gelang ihr die Publikation einiger Werke aus ihrem vom Kunstlied dominierten Schaffen. Wie stark sich die Komponistin mit ihren Werken identifizierte, wird darin deutlich, dass sie diese als ihr Tagebuch bezeichnete. Die meisten ihrer etwa 150 Lieder haben als Sujet Liebe oder Natur und geben das intime Innenleben des lyrischen Ichs der Gedichte wieder, zu dem sich die Klavierbegleitung eher unabhängig verhält.

Lieder im Wettbewerbsrepertoire: Die Wolken op. 25/5, Erinnerung, Ob ich manchmal Dein gedenke op. 27/3, Scheideblick op. 10/5

 

Unsere pinken Wettbewerbsflyer machen sich gut in den Kulturselections-Aufstellern!!

Fanny Mendelssohn (1805-1847) wird in Hamburg als älteste von vier Geschwistern geboren. In der jüdischen Familie Mendelssohn herrscht ein aufklärerischer Geist vor: Ihr Großvater Moses Mendelssohn nimmt eine wichtige Rolle im Dialog zwischen deutschen Juden und Christen ein, ihre Großtanten pflegen als Frauen Umgang im patriarchalisch geprägten Salon-Leben Berlins. Trotz der Konvertierung der Familie zum evangelisch-lutherischen Glauben hält Fanny stets an den kulturellen Werten des liberalen Judentums fest. Ihre ersten musikalischen Unterweisungen erhält sie von der Mutter, ehe sie ab 1816 von Marie Bigot in Paris unterrichtet wird. Der Liedkomponist Carl Friedrich Zelter (1758-1832), dessen Vertonungen von Goethes Gedichten auf mehr Zustimmung beim Autor stießen als die heutzutage weitaus populäreren und subtileren Schuberts, wird einige Jahre später Fannys Lehrer für Komposition und Musiktheorie. Ihre erste Lied-Komposition – ein Geburtstagslied für den Vater – lässt sich auf 1819 datieren. Wie ihr etwa 500 Kompositionen umfassendes Oeuvre zeigt, bleibt sie auch in späteren Jahren dem Kunstlied treu, schreibt aber auch Werke für Klavier solo. 1829 heiratet Fanny den preußischen Hofmaler Wilhelm Hensel und bringt ein Jahr später ihren einzigen Sohn Sebastian zur Welt. In den folgenden Jahren wird Fanny Hensel eine schillernde Persönlichkeit im Salonleben der Stadt – ein Umfeld für das die meisten ihrer Kompositionen entstehen. Künstlerisch gilt ihr besonderes Interesse Mozart und Bach, Komponisten die seinerzeit alles andere als populär waren, denn bekanntlich ist es vor allem ihr Bruder Felix, welcher mit seiner Aufführung der Bach'schen „Matthäuspassion“ 1829 dem alten Meister wieder Leben einhaucht. Zwei Reisen (1839-40 und 1845) führen die Ehefrau nach Italien, wo sie auf den jungen Charles Gounod trifft, der dieser Begegnung später große Bedeutung für seine musikalische Karriere zuschreiben wird.

Prägend für ihre Entwicklung ist das Verhältnis, das Fanny und ihr Bruder Felix (1809-47) zueinander haben. In Briefen und Tagebuch-Einträgen erweist sich Fanny Hensel als durchaus intelligente und selbstbewusste Frau, jedoch in ihr kompositorisches Können vertraut sie nicht, wie folgende Bemerkung zeigt „Was ist daran [an meinen Kompositionen] gelegen? Kräht ja doch kein Hahn danach, und tanzt niemand nach meiner Pfeife.“. Neben gesellschaftlichen Konventionen scheint es für Fanny zugleich Fluch und Segen als Schwester Felix Mendelssohns aufgewachsen zu sein. Zwar kann der spielerische Wettstreit zwischen den beiden Geschwistern auf musikalischer und intellektueller Ebene vor allem in jungen Jahren als durchaus stimulierend gesehen werden. Als gesichert gilt, dass Fanny vor allem auf Felix‘ Oratorium „Paulus“ Einfluss nimmt. Er wiederum ermutigt ihre kompositorischen Unternehmungen, spricht sich aber wie der Vater grundsätzlich gegen deren Veröffentlichung aus. Jedoch beschließt die Familie 1829 doch einige von Fannys Liedern im Rahmen von Felix  Publikation seiner „Zwölf Gesänge“ op. 8 und Zwölf Lieder op. 9 anonym zu veröffentlichen. Auch das Lied „Italien“ op.8/3, welches im Rahmen des Wettbewerbs erklingen wird, findet sich unter den so der Öffentlichkeit zugängig gemachten Lied-Kompositionen Fannys, über die ihr Bruder voll des Lobes war:„Diese Lieder aber sind schöner, als gesagt werden kann. Ich spreche bei Gott als kalter Beurtheiler und finde sie sehr hübsch. Aber es giebt doch wirklich Musik, die ist, als ob die Quintessenz aus der Musik genommen wäre, als ob es die Seele von der Musik wäre, so die Lieder."

Lieder im Wettbewerbsrepertoire: Italien op. 8/3, Nach Süden op. 10/1, Nachtwanderer, Warum sind denn die Rosen so blass? op. 1/3

Mal wieder etwas Statistik - hier kommen die beliebtesten, d.h. am häufigsten vorkommenden Lieder im Wettbewerbsrepertoire:

8 x
Hugo Wolf: Nachtzauber (Eichendorff)

9 x
Franz Schubert:Gretchen am Spinnrade D 118 (Goethe)

10 x
Clara Schumann: Lorelei (Heine)
Hugo Wolf: Anakreons Grab (Goethe)
Hugo Wolf: Nimmersatte Liebe (Mörike)

 

Jetzt sind es nur noch zwei Wochen bis zum Beginn des Internationalen Wettbewerbs für Liedkunst Stuttgart 2014! Um die Wartezeit zu verkürzen, gibt es ab heute jeden Tag etwas Neues in unserem Wettbewerbs-Blog zu lesen - Infos zum Reprtoire, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, der Jury sowie Einblicke ins Wettbewerbsbüro, in dem die Vorbereitungen jetzt auf Hochtouren laufen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ingeborg von Bronsart, geborene Stark (1840-1913), wurde als Kind einer deutschen Familie mit schwedischen Wurzeln in St. Petersburg geboren. Schon mit acht Jahren zeigte sich ihr kompositorisches Talent. Nach anfänglichen Studien in ihrer Geburtstadt setzte sie ihre Ausbildung bei Franz Liszt in Weimar fort, der sowohl ihre kompositorischen als auch pianistischen Fähigkeiten schätzte. Ab 1858 bestritt Ingeborg von Bronsart zahlreiche Konzertreisen als Klaviervirtuosin, auf denen sie von ihrem Ehemann Hans Bronsart von Schellendorf begleitet wurde. Da dieser ab 1867 als Intendant am Hannoveraner und Weimarer Theater vielen Verpflichtungen nachzugehen hatte, sah sich Ingeborg von Bronsart gezwungen, ihre Konzerttätigkeit aufzugeben. Daraufhin widmete sie sich vornehmlich dem Komponieren, wobei sie bis auf Sinfonie und Oratorium alle wichtigen Gattungen der Zeit bediente, jedoch vor allem Kunstlieder schrieb. Besonders in den Klavierwerken und Kunstliedern ist dabei der Einfluss ihres Lehrers Liszt deutlich zu spüren, wohingegen ihre späten Opern Wagner als Vorbild erkennen lassen. Auch in ihren Werken spiegelt sich das dem romantischen Zeitgeist verhafteten Interesse an Volksmusik wider, welche sie in einige ihrer Werke integriert. Vor allem die  Stimmführung in ihren Vokalwerken verweist auf die späteren Kompositionen Richard Strauss’, wobei bis heute rund 30 ihrer Lied-Kompositionen nicht ediert sind.

Lieder im Wettbewerbsrepertoire: Abendlied op. 16/1, Zwei Sträuße op. 16/3

 

Nach der Statistik folgen nun ein paar Nähere Informationen zu den Komponistinnen, denen man in diesem Jahr in unserem Wettbewerb begegnen kann. In den folgenden Tagen veröffnetlichen wir also einige Kurzproträts, die unsere Wettbewerbsmitarbeiterin Hanna Knözele verfasst hat. Wir beginnen mit der Amerikanerin Amy Beach:

Amy Beach (1867- 1944) war die erste Amerikanerin, die sich als Frau in der von Männern dominierten Welt der Komposition einen Namen erkämpft hat. 1867 wurde Amy Marcy Cheney in New Hampshire als Tochter eines Papierfabrikanten geboren und galt schon von frühester Kindheit an als Wunderkind. So soll sie bereits im Alter von nur einem Jahr imstande gewesen sein, 40 Melodien in derselben Tonart zu singen, und als Dreijährige konnte sie einen vierstimmigen Choral auf dem Klavier nachspielen. Nachdem sie ihren ersten Klavierunterricht mit sechs Jahren von ihrer Mutter, einer Amateur-Pianistin und -Sängerin, erhalten hatte, spielte sie nach nur einem Jahr bereits Werke von Händel, Beethoven, Chopin sowie eigene Kompositionen. 1883 debütierte Amy Beach mit Fryderyk Chopins Rondo in E und Ignaz Moscheles Konzert in g-Moll in Boston, wo sie eineinhalb Jahre später erstmals mit dem Boston Symphony Orchestra Chopins Klavierkonzert in f-Moll unter Wilhelm Gericke spielte. Im selben Jahr heiratete sie den Physiker Henry H. A. Beach, der an der Harvard University Dozent war. Auf Wunsch ihres Ehemannes, der selbst Amateur-Sänger war, reduzierte Amy Beach nach der Hochzeit ihre Konzerttätigkeit stark und widmete sich vornehmlich dem Komponieren. Da sich ihre bisher nur einjährige Ausbildung in diesem Gebiet auf Unterweisungen im Kontrapunkt beschränkte, erarbeitete sie sich im Laufe der folgenden zehn Jahre auf Gerickes Rat hin sämtliche zur Verfügung stehenden theoretischen Abhandlungen im Selbststudium. Die Komponistin, deren Oeuvre nahezu alle Genres bedient, lässt sich – trotz einiger Proteste aus dem patriarchalischen Lager – der Second New England School zuordnen,welche unter anderem auch George Chadwick und Horatio McDowell zu ihren Mitgliedern zählt. Wie bei Antonin Dvořák galt auch Amy Beachs großes Interesse der kompositorischen Verbindung von Volksmusik und Kunstmusik, was sich auch in ihrer Gaelic Symphony widerspiegelt, welche oftmals in Analogie zu Dvořáks 9. Sinfonie „Aus der neuen Welt“ gesehen wird. Was für eine zentrale Stellung das Lied-Schaffen im Werk der Amerikanerin innehat, wird auch anhand der prominenten Stellung innerhalb ihrer Kompositionen – ihr erstes wie letztes Opus umfassend ­–  offensichtlich. Dabei zeichnen sich ihre Kunstlieder vor allem durch die sensible musikalische Arbeit mit dem Text aus.

Lieder im Wettbewerbsrepertoire: Ah, Love, but a Day op. 44/2, I send my heart up to thee op. 44/3, Ich sagte nicht op. 51/1, Juni op. 51/3, The Year's at the Spring op. 44/1

Heute in vier Wochen ist dann auch schon wieder alles vorbei: Der Internationale Wettbewerb für Liedkunst Stuttgart 2014 findet am 28. September seinen krönenden Abschluss im Preisträgerkonzert (17 Uhr im Konzertsaal der Musikhochschule)! Das Konzert wird dieses Mal besonders festlich, denn es werden sich nicht nur die Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs präsentieren, wir verleihen auch die Hugo-Wolf-Medaille an den bedeutenden Pianisten und Liedforscher Graham Johnson. Es wird damit nicht nur der herausragende Liedpianist, sondern auch der bedeutende Forscher und Musikwissenschaftler Graham Johnson gewürdigt, der gerade ein einzigartiges, dreibändiges und mehrere tausend Seiten umfassendes Werk über das Liedschaffen von Franz Schubert herausgebracht hat: Franz Schubert - The Complete Songs. Birgid Steinberger hält die Laudatio und die Sopranistin Christiane Karg wird dem Medaillenträger einen besonderen musikalischen Gruß bringen. Karten für das Preisträgerkonzert gibt es HIER.

Heute gibt es mal wieder ein paar Zahlen zur Statistik und zwar unser Wettbewerbsrepertoire betreffend:

Insgesamt besteht das Repertoire des diesjährigen Wettbewerbs aus 825 Liedern (nach Adam Riese 33 Duos x 25 Lieder)! Das sind aber natürlich nicht alles verschiedene Lieder, da gibt es durchaus Wiederholungen (Top 10 der am häufigsten gewählten Lieder veröffentlichen wir auch noch hier im Blog). Aber immerhin kommen wir auf 400 verschiedene Lieder von 21 Komponisten im Wettbewerb (die nicht alle zu hören sein werden), als da wären:

150 x Wolf
148 x Schubert
22 x Loewe
14 x Krenek
12 x Clara Schumann
6 x Viardot
6 x Britten
5 x Martin
5 x Liebermann
5 x Beach
4 x Hensel
4 x Bräm
3 x Lutoslawski
3 x Lang
2 x von Bronsart
2 x Reimann
2 x Döhl
1 x Wüthrich
1 x Kurtág
1 x Füssl
1 x Fortner

Wie schön, dass unser Hugo Wolf die Liste anführt! Wer sich hinter den weniger bekannten Komponistennamen wie von Bronsart oder Beach verbirgt, gibt es in den nächsten Tagen hier im Blog zu lesen.

Genau heute in vier Wochen startet die erste Runde unseres diesjährigen Wettbewerbs! Bis dahin gibt es noch viel zu tun - aber die Vorbereitungen laufen gut und wir freuen uns schon sehr auf den Beginn des Wettbewerbs. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind sicherlich auch schon mitten in den Vorbereitungen auf den Wettbewerb. Wir wünschen allen dabei viel Erfolg und Freude mit der wunderbaren Musik von Franz Schubert, Hugo Wolf und vielen anderen! 

Offiziell sind wir zwar in der Sommerpause - hinter den Kulissen gehen die Vorbereitungen für den diesjährigen Wettbewerb aber natürlich weiter. So gibt es jetzt den ersten Entwurf für unsere supergroßen A0-Plakate! Ab Mitte September hängt das Plakat dann in der Stuttgarter Innenstadt, an U- und S-Bahnhöfen etc. Schickt uns Fotos, wenn ihr irgendwo ein Plakat hängen seht! Die pinke Farbe ist ja nicht zu übersehen;-)

Anfang August gibt es mal wieder ein paar Infos aus dem Wettbewerbsbüro: In gut sieben Wochen geht es los - am 22. September erwarten wir die 66 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Internationalen Wettbewerbs für Liedkunst Stuttgart 2014 zur Akkreditierung in der Stuttgarter Musikhochschule. Und für all diejenigen, die es genau wissen wollen, gibt es hier eine kleine Wettbewerbs-Statistik:

Die diesjährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer stammen aus 24 verschiendenen Nationen: aus Deutschland (22), Frankreich (5), Südkorea (5), Österreich (4), Japan (3), Großbritannien (2), Dänemark (2), Ungarn (2), Polen (2), Ukraine (2), China (2), Serbien (2), Australien (2), Armenien (1), Taiwan (1), Indien (1),  Singapur (1), USA (1), Litauen (1), Italien (1), Kroatien (1), Brasilien (1), Schweiz (1), Georgien (1) - das heißt, dass genau ein Drittel der Teilnehmer aus Deutschland kommen, 27 stammen aus Europa, 17 aus nicht europäischen Ländern.

Only seven weeks to go untill we welcome the 66 participants of the International Art Song Competition 2014 in Stuttgart: On September 22nd accreditations will start at the Musikhochschule Stuttgart. You will find an overview of the home countries of this year's participants above.   

Die Vorjury für den Internationalen Wettbewerb für Liedkunst Stuttgart 2014 ist am 3. und 4. Juli in der Lazi Akademie in Esslingen zusammengekommen und hat aus den 63 fristgerecht eingegangenen Anmeldungen 33 Duos ausgewählt, die zur ersten Wettbewerbsrunde am 23./24. September 2014 zugelassen sind. Die Entscheidung lag bei Birgid Steinberger (Vertreterin der Hauptjury), Cornelius Hauptmann (Vertreter des IHWA-Vorstands) und Marcelo Amaral (Vertreter des IHWA-Beirats). Unterstützt wurden sie von Patrick Strub, Mitglied der Wettbewerbsleitung und wie in den vergangenen Jahren Ombudsmann des Wettbewerbs. 

Die Bewerber erhalten im Laufe des Tages Nachricht, ob sie zur ersten Runde zugelassen wurden. Die Gesamtliste der zugelassenen Teilnehmer wird im Lauf der Woche auf dieser Seite veröffentlicht. 

The preliminary jury of the International Art Song Competition Stuttgart 2014 has voted: Birgid Steinberger, Cornelius Hauptmann and Marcelo Amaral chose 33 duos out of 63 to be admitted to the 1st round of the competition. The applicants will be informed within this day whether they have been admitted or not. You will soon find a complete list of the participants of the 1st round on this blog.

Die Pianistin Kerstin Mörk hat in jüngster Zeit sowohl als Solistin sowie als leidenschaftliche Kammermusikerin und Liedbegleiterin auf sich aufmerksam gemacht. In ihrer Vielseitigkeit arbeitet sie regelmäßig mit Solisten des SWRs und des Staatstheaters Stuttgart zusammen. Solistisch war sie mit dem Akademischen Kammerorchester Karlsruhe, dem Rutesheimer Kammerorchester und in zahlreichen Klavierabenden zu hören. Neben drei ersten Bundespreisen bei „Jugend Musiziert“ erhielt sie einen 1. Preis beim Kammermusikwettbewerb Bad Dürkheim, einen 2. Preis beim Bechstein-Hochschulwettbewerb für Klavier Baden Württemberg, den 2. Preis beim Lions Musikwettbewerb für Klavier in Stuttgart, den Musikpreis der Bruno-Frey-Stiftung, wurde vom Verein „Yehudi Menuhin – Live Music Now“ gefördert und war Stipendiatin der Landesstiftung Baden-Württemberg und der Gesellschaft der Freunde der Musikhochschule Stuttgart. Beim Deutschen Musikwettbewerb 2011 erspielte sie sich zusammen mit Madeleine Przybyl im Duo Viola/Klavier ein Stipendium und ist ab Herbst im Rahmen der Bundesauswahl „Konzerte junger Künstler“ in zahlreichen Konzerten in ganz Deutschland zu hören. Kerstin Mörk wurde in Heilbronn geboren und begann im Alter von fünf Jahren mit dem Klavierspiel bei ihrer Mutter. Ihre weitere Ausbildung erhielt sie zunächst bei Prof. Renate Werner, dann bei Prof. Shoshana Rudiakov und Prof. Florian Wiek und Prof. Cornelis Witthoefft an der Musikhochschule Stuttgart. Daneben ergänzte sie ihr Studium am Conservatoire nationale superieure de musique Paris bei Roger Muraro und in Montréal bei Louise Bessette. Ab Herbst 2012 wird sie in der Meisterklasse von Prof. Bernd Glemser an der Musikhochschule Würzburg ihre Studien vervollständigen.
 

Friederike Wiesner stammt aus Groß-Umstadt. Ihre solistische Ausbildung im Fach Klavier erhielt sie bei Prof. Andreas Meyer-Hermann an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. In der Weimarer Liedklasse von Prof. Karl-Peter Kammerlander legte sie ihr Konzertexamen mit Auszeichnung ab.Im Februar 2012 gewann sie beim Internationalen Liedwettbewerb Schubert und die Moderne in Graz den 1. Preis und wurde darüber hinaus mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.Im Jahr 2010 war sie Finalistin beim Internationalen Hugo-Wolf-Liedwettbewerb in Stuttgart, erhielt beim Prager Fibich-Melodramen-Wettbewerb ein Diplom und gewann gemeinsam mit dem Vokalensemble Viererlei den Förderpreis beim Mendelssohn-Bartholdy-Wettbewerb in Berlin. Friederike Wiesner hatte für drei Spielzeiten ein Gastengagement an der Oper Frankfurt und spielte 2007 beim Label GENUIN die Brahmsschen Liebeslieder-Walzer ein. Meisterkurse unter anderem bei Olaf Bär, Axel Bauni, Brigitte Fassbaender, Deborah Polaski und Christoph Prégardien gaben ihr zusätzlich Anregungen.

Die israelische Mezzosopranistin Hagar Sharvit schloss 2010 ihr Gesangsstudium an der Buchmann-Mehta School of Music in Tel Aviv ab. Sie war Preisträgerin beim Buchmann-Mehta-Gesangswettbewerb und Finalistin beim Inter­nationalen Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti in Innsbruck. Im Juni 2011 wurde die junge Sängerin ins Centre de Perfeccionamient Plácido Domingo in Valenica aufgenommen, wo sie im Palau de les Arts Reina Sofia als L’Amica in Menottis Amelia al ballo unter der Leitung von Plácido Domingo, als Cherubino (Le nozze di Figaro) unter Andrea Battistoni und als Zauberin in Purcells Dido and Aeneas in der Regie von Philipp Himmelmann zu erleben war. Im Juni 2012 kehrte sie in Cherubinis Médée unter Zubin Mehta an den Palau de les Arts zurück. Hagar Sharvits Repertoire umfasst daneben Partien wie Bastien (Bastien und Bastienne), Dorabella (Così fan tutte), Dryade (Ariadne auf Naxos) und die Titelpartie in Ravels L’Enfant et les Sortilèges. Die junge Künstlerin ist auch als Konzert- und Liedsängerin aktiv. 2011 nahm sie unter der künstlerischen Leitung von Thomas Hampson an der Liedakademie des Musikfestivals Heidelberger Frühling teil, wo sie im März 2012 auch in einer choreografischen Deutung von Schuberts Die schöne Müllerin mit dem Bundesjugendballett zu hören war. Mit dieser Produktion gastierte sie im Juni 2012 am Hamburger Ernst Deutsch Theater. Zudem konzertierte Hagar Sharvit mit den Brandenburger Symphonikern und sang im Juni 2012 die Altpartie in Händels Messias bei den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci. Im Sommer 2012 war sie Stipendiatin des Young Singers Project im Rahmen der Salzburger Festspiele teil. Darüber hinaus nahm sie an zahlreichen Meisterklassen u.a. bei Thomas Hampson, Barbara Bonney, Wolfram Rieger, Daniel Ettinger, Daniel Johanson und Mira Zakai teil.

Ammiel Bushakevitz wurde 1986 in Jerusalem, Israel geboren. Nach dem Studium an der University of Pretoria, Südafrika, studierte er zunächst Liedgestaltung an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy‘‘ Leipzig bei Prof. Phillip Moll und Prof. Hanns-Martin Schreiber und im Anschluss am Conservatoire National supérieur de musique et de danse de Paris bei Prof. Jean-Frédéric Neuburger. Als Liedbegleiter besuchte er Meisterkurse u.a. bei Dietrich Fischer-Dieskau, Thomas Hampson, Elly Ameling, Barbara Bonney, Robert Holl, Wolfgang Holzmair, Mimi Coertse und Helmut Deutsch. Ammiel Bushakevitz kann auf die erfolgreiche Teilnahme an zahlreichen Wettbewerben zurückblicken. So erhielt er u.a. 1. Preise beim Musicon Klavierwettbewerb 2004, PH Moore Musikwettbewerb 2007, Lionel Bowmann Beethovenwettbewerb 2007 sowie UNISA Musikwettbewerb 2008. Er ist darüber hinaus Stipendiat zahlreicher Einrichtungen, so u.a. des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD), des Oppenheimer Memorial Trust, der Ad Infinitum Stiftung, des Deutsch-Französischen Jugendwerks sowie des Richard-Wagner-Verband und Österreichischen Schubert Instituts. Zudem ist er Ehrenmitglied des Richard-Wagner-Verband Sudafrikas. Als Solist, Kammermusiker und Liedbegleiter konzertierte Ammiel Bushakevitz u.a. in London, Paris, New York, Wien, Rom, Jerusalem, Berlin, Dublin, Kapstadt, Barcelona und Zürich sowie bei Festivals wie dem Heidelberger Frühling Festival, dem Festival Pontino di Latina, dem Holland International Music Sessions und dem Festival d‘Automne à Paris (Frankreich). Als Musikwissenschaftler beschäftigt sich Ammiel Bushakevitz vor allem mit der Schubert- und Wagner-Forschung.

Der Bariton Andreas Beinhauer wurde 1988 in Aalen geboren. Im Januar 2007 nahm er ersten solistischen Gesangs­unterricht bei Matthias Müller in Stuttgart. Seit Oktober 2008 studiert der Bariton klassischen Gesang an der Hochschule für Musik in Karlsruhe bei Prof. Mitsuko Shirai und Liedgestaltung in der Liedklasse von Prof. Hartmut Höll und Prof. Mitsuko Shirai. Er besuchte Meisterklassen für Konzert- und Operngesang u.a. bei Roman Trekel, Hanno Müller-Brachmann, Udo Reinemann und Julia Varady. Erste Erfahrungen auf der Opernbühne sammelte Andreas Beinhauer 2010 bei einer Hochschulproduktion von Benjamin Brittens A Midsummer Night’s Dream als Demetrius in Karlsruhe. Er ist rege als Lied- und Oratoriensolist tätig, unter anderem als Solist des Rastatter Vocal­ensembles. Zu seinem Oratorienrepertoire gehören neben den Bachoratorien und der h-moll-Messe auch Beethovens Missa Solemnis, Brahms’ Deutsches Requiem, Haydns Jahreszeiten, Mendelssohns Elias. Neben mehreren hochschulinternen Preisen gewann Andreas Beinhauer gemeinsam mit seiner Liedduo-Partnerin Melania Inés Kluge im Mai 2011 den 1. Preis beim Bundeshochschulwettbewerb für Liedduo in Lübeck. Im Concours International de Chant-Piano Nadia et Lili Boulanger und dem Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerb in Zwickau erreichte er gemeinsam mit ihr das Finale. Mehrere erfolgreiche Liederabende u.a. mehrfach mit Schuberts Winterreise zeugen ebenfalls von der intensiven Zusammenarbeit des Duos. Seit Februar 2010 ist Andreas Beinhauer Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und im Jahr 2012 Stipendiat der Richard Wagner Stipendienstiftung.

Melania Inés Kluge wurde in Buenos Aires (Argentinien) geboren und siedelte 1987 mit ihrer Familie nach Deutschland über. Ihre musikalische Ausbildung begann sie zunächst 1997 mit einem Vorstudium bei Prof. Olga Rissin-Morenova an der Hochschule für Musik Karlsruhe. 2003 folgte das Studium in den Studiengängen ML (Diplom-Musiklehrer) und DKA (Künstlerische Ausbildung), ebenfalls bei Prof. Olga Rissin-Morenova. In dieser Zeit konnte sie wertvolle Bühnenerfahrungen sammeln und zahlreiche Wettbewerbserfolge erzielen. 2002 war sie Stipendiatin des Kulturfonds Baden e.V. und 2005 der deutschen Stiftung Musikleben. Besonders zu erwähnen ist der Auftritt mit Mozarts Klavierkonzert KV 414 in der Berliner Philharmonie im Jahr 2002 sowie der 1. Preis beim Internationalen Josef Dichler-Wettbewerb 2005 in Wien und der Primo Premio Assoluto beim 16. Internati­o­nalen Klavierwettbewerb »Roma 2005«. 2008 schloss sie beide Studiengänge mit Auszeichnung ab. Meisterkurse besuchte sie bei Elena Kuschnerova, Prof. Sontraud Speidel, Prof. Alexander Braginsky und Dietrich Fischer-Dieskau (Liedduo). Neben ihren solistischen und kammermusikalischen Aufgaben widmet sie sich mit besonderer Hingabe dem Lied. So studiert sie seit 2008 in der Liedklasse bei Prof. Mitsuko Shirai und Prof. Hartmut Höll. Seit der Aufnahme ihres gemeinsamen Studiums in der Liedklasse Karlsruhe arbeitet Melania Kluge eng mit Andreas Beinhauer als Liedduo zusammen. Neben Franz Schuberts Winterreise umfasst ihr Repertoire weitere einzelne Lieder von Franz Schubert, Robert Schumann, Hugo Wolf, Franz Liszt, Anton Webern und Samuel Barber sowie in den Liederkreis An die ferne Geliebte von Ludwig van Beethoven. Im letzten Jahr waren sie Finalisten beim 6. Internationalen Wettbewerb für Gesang und Klavier »Nadia und Lili Boulanger« in Paris. Beim diesjährigen 16. Internationalen Robert Schumann Wettbewerb in Zwickau erreichten sie gemeinsam das Finale und Melania Kluge wurde mit dem Sonderpreis für die beste Liedpianistin ausgezeichnet.


 

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